Motorola Moto G (3rd Generation) im Test

Motorola Moto G (3rd Generation)

ab 229,00 €
Motorola Moto G (3rd Generation)
7.8

Design

80/10

    Display

    55/10

      Hardware

      70/10

        Software

        95/10

          Akku

          90/10

            Pros

            • - Starke Akkulaufzeit
            • - Gute Kamera
            • - Vernünftige Hardware
            • - Viele Designs durch den Moto Maker
            • - Wasserfest

            Cons

            • - Niedrige Auflösung des Displays
            • - Kein Ladegerät enthalten
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            MotoG3_06

            Die Motorola Moto G Reihe schreibt ihre Erfolgsgeschichte schon seit mittlerweile drei Generationen. Die Hauptzutaten für diesen Erfolg sind dabei sehr einfach, vernünftige Hardware, klasse Verarbeitung und ein hervorragender Preis. Ob das auch beim Moto G (3rd Generation) gelungen ist, erfahrt ihr hier, im Testbericht.

             

            „Moto G. Das Smartphone wählen, das immer für einen da ist.“ - Motorola

             

            Design und Haptik

            MotoG3_04

            In Sachen Haptik hat sich im Vergleich zum Vorgänger kaum etwas verändert, das ist allerdings auch nicht weiter schlimm, da auch der Vorgänger bereits sehr angenehm in der Hand lag. Dies wird vor allem durch die Wölbung auf der Rückseite und den sehr runden und weichen Kanten verursacht. Es gibt keinerlei „scharfkantige“ Elemente am Moto G der dritten Generation. So ist das Smartphone ein wahrer Hand Schmeichler.

            Das Smartphone wiegt 155 g und verfügt über eine Höhe von 14,2 cm, eine Breite von 7,2 cm. Die Wölbung ist an der dünnsten Stelle 6,1 mm und an der dicksten Stelle 11,6 mm dick. Damit hält das Moto G fast exakt die Maße des Vorgängers. Noch ein kleiner Hinweis: 11,6 mm mögen sich zwar schrecklich dick anhören, wenn aktuelle Smartphone gerade einmal 6 mm dünn sind, allerdings schafft Motorola es ziemlich gut, dies durch die Wölbung zu verheimlichen.

            MotoG3_05

            Das Button Layout ist typisch für Motorola Smartphones. Auf der rechten Seite befinden sich von oben nach unten der Power Button und die Lautstärke Wippe. Beide Tasten sind gut mit dem rechten Daumen zu erreichen.

            Lediglich die Materialwahl bzw. das Design des Gerätes haben sich in diesem Aspekt geändert. So hat Motorola sich dazu entschieden, die Rückseite nicht glatt zu halten, sondern ihr eine geriffelte Oberfläche zu verleihen. Die Rückseite besteht allerdings immer noch aus einem leicht gummierten Polycarbonat, welches sich gut anfühlt und dem Smartphone zusätzlich auch noch Grip verleiht. Zusätzlich gibt es weitere Designveränderungen auf der Rückseite des Moto G. Kamera, Blitz und Motorola Logo werden beim neuen Modell durch einen Steg verbunden. Meiner Meinung nach sieht das komisch aus, da hat mir die Rückseite des Vorgängers deutlich besser gefallen. Das ist aber Geschmackssache.

            MotoG3_12

            Das Motorola Moto G (3rd Generation) lässt sich komplett über den Moto Maker personalisieren. Dies funktioniert über zwei Farben für die Vorderseite, zehn Farben für die Rückseite und zusätzlich zehn weiteren Akzentfarben, welche dann den angesprochenen Steg einfärben. Es gibt also insgesamt 200 verschiedene Farbvarianten vom Moto G. Wem dass dann immer noch nicht reicht, der kann sich das Moto G noch mit einer persönlichen Signatur gravieren lassen.

             

            Hardware und Leitung

            MotoG3_09

            Motorola setzt auch beim Moto G (3rd Generation) auf eher preiswerte Hardware aus dem Bereich der Mittelklasse, allerdings hat diese dieses Jahr ein ordentliches Upgrade erhalten. Es gibt einen Qualcomm Snapdragon 410 Quad-Core Prozessor mit einer maximalen Taktrate von 1,4 GHz. Auf demselben SOC befindet sich noch eine Adreno 306 Grafikeinheit. In der Kombination mit 2 GB RAM, welche es mit 16 GB internen Speicher gibt, dürfte das Moto G allen Eventualitäten gewappnet sein. Allerdings gibt es auch noch eine Version mit 8 GB internem Speicher und gerade einmal 1 GB RAM. Dies war auch die Variante die wir getestet haben.

            Für mich hören sich diese Daten bei einem Mittelklasse Smartphone aus dem Jahre 2015 einfach nicht mehr zeitgemäß an. Deshalb würde ich jedem dazu raten, die größere Version des Moto G zu wählen. Einziger Haken an der Sache: Das Motorola Moto G ist mit dieser Ausstattung lediglich über den hauseigenen Moto Maker zu haben und dementsprechend etwas teurer.

            Nichtsdestotrotz ist der interne Speicher mit einer microSD Karte erweiterbar. Laut Motorola um bis zu 32 GB, was ebenfalls ein bisschen wenig ist.

            Trotz der eher schwach brüstigen Ausstattung konnte ich keine Wackler oder Probleme beim Multitasking feststellen. Dies liegt meiner Vermutung nach aber am großartigen Betriebssystem, welches Motorola hier mit dem Moto G ausliefert. Dazu später mehr.

            MotoG3_01

            Eine der besten Neuerungen beim Moto G ist, das dieses nun nach IPX7 vor Wasser geschützt ist. Das bedeutet,dass Gerät kann bis zu 30 Minuten in süßem Wasser bei einer tiefe bis zu einem Meter überleben. Unseren kleinen Test im Wasserglas hat das Moto G (3rd Generation) gut überstanden.

             

            Display

            MotoG3_11

            Mit einer Größe von 5 Zoll und einer HD Auflösung, also 1.280 x 720 Pixeln, ist das Display wahrlich kein Meisterstück. Allerdings erfüllt es seinen Job und holt das Maximum aus diesen Daten heraus. Der Bildschirm ist hell, stellt Farben gut und kräftig dar und ist außerdem sehr Blickwinkel stabil. Pixel sind leider bei näherer Betrachtung zu erkennen, was bei einer Pixeldichte von gerade einmal 294 ppi auch nicht verwunderlich ist. Meiner Meinung nach wäre dieses Jahr eine Verbesserung auf Full HD notwendig gewesen. Dennoch gibt es mit dem Moto G der dritten Generation ein solides Display.

             

            Akku

            MotoG3_13

            Deutlich bessere Arbeit hat Motorola allerdings beim Akku geleistet. Dieser ist um circa 20 %, im Vergleich zum Vorgänger, größer geworden. Der Akku des Moto G fasst insgesamt 2.470 mAh, was beinahe soviel ist wie beim Samsung Galaxy S6 (zum Testbericht). Allerdings muss dieser Akku deutlich schwächere Hardware befeuern, was dem Moto G zu einer hervorragenden Akkulaufzeit verhilft. Ich schaffte es mit dem Gerät, trotz relativ intensiver Nutzung, über anderthalb Tage. Also eine Akkulaufzeit von 30 bis 35 Stunden. Die SOT (Screen On Time) lag dabei meist zwischen 5 und 6 Stunden, was wirklich beachtlich ist.

            Quick Charging findet man beim Moto G nicht, kann allerdings aktuell von einem Smartphone dieser Preisklasse auch noch nicht erwartet werden.

             

            Kamera

            MotoG3_07

            Fast genauso gut wie der neue Akku gefällt mir die neue Kamera des Moto G. Auch diese wurde deutlich aufgebohrt. Beim Moto G (2nd Generation) war die Kamera noch einer der nervigen Schwachpunkte, beim neuen Moto G kann die Kamera überzeugen. Vor allem am Tag bzw. bei guten Lichtverhältnissen. Die Bilder wirken sehr lebendig, Farbintensiv und ausreichend scharf. In der Dämmerung oder bei Nacht merkt man, dass die Kamera eben doch nur aus einem Mittelklasse Smartphone stammt. Die Bilder werden dann schneller unscharf und verschwommen.

            Mit einer Auflösung von 13 Megapixeln, einer Blende von f/2.0 und einem Dual-LED Blitz, ist die Kamera in diesem Preissegment wirklich ordentlich ausgestattet.

            MotoG3_10

            Allerdings könnt ihr euch davon gerne auch selber überzeugen:

            Videos nimmt das Moto G in Full HD auf. Außerdem gibt es noch ein Slow Motion Feature, mit welchem bei 720p dann 60 fps aufgenommen werden. Die Frontkamera löst mit 5 Megapixeln und einer Blende von f/2.2 auf.

             

            Software

            MotoG3_08

            Als Software kommt die aktuellste Android Version, Android 5.1.1. Lollipop, zum Einsatz. Schnelle Updates sind bei Motorola auch üblich, das heißt es dürfte nicht allzu lange dauern, bis dann Android 6.0 Marshmallow auf dem Moto G läuft. Dies liegt vor allem daran, dass man bei Motorola auf ein nahezu reines Stock Android setzt, welches nur minimal verändert wurde. Sogar der Google Now Launcher ist standardmäßig vorinstalliert. So kommt schon beinahe das Nexus Feeling auf. Von Motorola selbst wurden lediglich drei Apps vorinstalliert, Alert, Assist und Migrate. Diese Apps kann man allerdings kaum als Bloatware bezeichnen, da die Apps kaum Speicher verwenden und alle äußerst nützlich sind.

            MotoG3_14

            Zusätzlich ist das Moto G mit einigen sehr nützlichen Shortcuts ausgerüstet. Schüttelt man das Gerät stark, dann wird die Taschenlampe aktiviert. Dreht man das Gerät zweimal um die Längsachse, so startet das Moto G direkt in die Kamera-App. Diese Features funktionieren einwandfrei und auch äußerst schnell, weshalb ich sie auch so nützlich finde.

            Nach Google ist und bleibt Motorola meine unangefochtene Nummer zwei in Sachen Android Software. Bisher hatte ich noch nie Probleme mit dem OS, alle Versionen liefen stabil und wie bereits erwähnt, kommen Updates meist sehr schnell.

             

            Fazit

            MotoG3_02

            Alles in allem ist Motorola mit dem Moto G (3rd Generation) erneut ein wirklich gutes Smartphone der Mittelklasse gelungen. Einerseits versucht man das Smartphone aktuell zu halten, was die Hardwarekomponenten angeht, und andererseits muss Motorola auch darauf achten, dass der Preis dabei nicht in die Höhe geht. Zwar ist das Motorola Moto G (3rd Generation) mit einem Basispreis von 229,00 Euro deutlich teurer als der Vorgänger, allerdings waren diese Überarbeitungen und Maßnahmen auch notwendig. Man hat wohl festgestellt, dass Nutzern einfach eine lange Akkulaufzeit und eine gute Kamera wichtig sind und sie dafür gerne mal 50 Euro mehr ausgeben. Meiner Meinung nach der Werbewirksamkeit halber hat man das Gerät dann auch noch nach IPX7 zertifizieren lassen, da dies immer für Aufmerksamkeit sorgt.

            MotoG3_03

            Allerdings finde ich auch, dass für diesen Mehrpreis im Vergleich zum Vorgänger noch einiges mehr hätte drin sein müssen. Darunter zähle ich unter anderem ein Full HD Display, welches dann hoffentlich mit dem Moto G (4rd Generation) kommt. Ein Upgrade vom Moto G (2nd Generation) auf das Moto G (3rd Generation) kann ich nicht empfehlen, wer allerdings neu in die Moto G Reihe oder sogar in Android einsteigt, dem kann ich das neue Moto G trotz der wenigen Macken ohne schlechtes Gewissen ans Herz legen.

            Sebastian

            Sebastian

            Autor und Gründer bei thedroidgeeks.de
            Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Außerdem studiere ich zur Zeit Wirtschaftsinformatik.
            Sebastian

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